Architektur Italiens – Barock-

Architektur Italiens – Barock-

Barock galt einst als die letzte Phase der Renaissance, weil noch klassisch inspirierte Formen verwendet wurden. Doch trotz der Schwierigkeiten, den Zeitpunkt des Beginns einer neuen Ära genau zu definieren, der barock ist unabhängig, separater Stil. Politisch sind seine Ursprünge untrennbar mit Rom verbunden, Stadt, die mit der Pracht der Neubauten das arrogante Selbstbewusstsein widerspiegeln wollten, mit dem Aufkommen der Gegenreformation gewonnen. Architektur sollte sowohl das Zeremonielle als auch das Geheimnis der damals verbreiteten religiösen Ansichten zum Ausdruck bringen. Architekten schufen kühne Raumwirkungen, sie machten Bewegung mit wellenförmigen Linien und brillanten leuchtenden Tricks und reichen Dekorationen, Malerei und Bildhauerei waren ein fester Bestandteil.

Der erste Architekt, wer die ganze Palette der neuen Formen nutzte, war Carlo Maderno (1556-1629). Sein Ruf litt unter der Mitschuld an der großen Architekturtäuschung - der Fertigstellung der St.. Peter, bestehend aus dem Hinzufügen des Kirchenschiffs und der Fassade, was das Gleichgewicht des griechischen Kreuzplans zerstörte und den Blick auf die Kuppel verstellte. Allerdings fällt der Wein nur teilweise auf Madeira: der Klerus mochte den zentralen Plan wegen seiner Demokratie nie. und der Impuls zum Wiederaufbau kam aus dem neuen hieratischen Zeitgeist. Die sehr originelle Fassade der Kirche Santa Susanna und die Kuppel von SantAndrea della Valle beweisen es, dass Maderna eine hochkarätige Architektin war . Er begann auch mit dem Bau des wichtigsten Palastes aus dem 17. Jahrhundert in Rom. Barberini-Palast. was aber später komplett geändert wurde.

Das Gesamtbild des barocken Roms ist das Werk von Gianlorenzo Bernini (1598-1680). Wie Michelangelo. Bernini hat erst mitten in seiner Karriere mit Architektur angefangen, zuvor den Ruf des führenden Bildhauers seiner Zeit erworben. Der von ihm geförderte Synthetismus der Künste sollte zu einem Schlüsselmerkmal des Barock werden. Seine wichtigsten architektonischen Leistungen liegen im Bereich der Stadtplanung: gestaltete Piazza Novona und Piazza Barberini. in dessen Mitte er einen monumentalen Brunnen nach eigenem Entwurf platzierte. Berninis genialstes Unterfangen war die überraschend einfache Umgestaltung des Platzes vor der St.. Peter in eine Ellipse, mit zwei Kolonnadenensembles, die - wie Arme - die Kirche umarmen. Ebenso clever ist die Gestaltung der nahegelegenen Scala Regia-Treppen. wo die Grade, die Säulen und das Gewölbe nehmen nach oben hin ab, ein Gefühl von viel größerer Majestät geben. als der begrenzte Platz es zulässt.